AUSSTELLUNG

Lithium Baths and Electric Bulbs

mit Anastasia Kubrak

Vom 28.03 – 30.05.2026, Samstag und Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr im Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden

Vernissage am Samstag, 28.03.2026!

Eine spekulative Archäologie des Lithiumwassers. Die Ausstellung verbindet historische Lithiumbäder mit der industriellen Nutzung des Elements in Batterien und reflektiert so die Schnittstelle zwischen Gesundheit, Energie und Wirtschaft – von der Elektrotherapie bis zur Energiewende.

A speculative archaeology of lithium water. The exhibition links historical lithium spas with the industrial use of the element in batteries, thus reflecting the intersection of health, energy, and economics – from electrotherapy to the energy transition.

Die mineralreichen Quellen Badens ziehen seit Jahrhunderten Kurgäste an. Lithium ist eine dieser Heilstoffe, die durch Bade- und Trinkkuren an den belebten Promenaden entlang der Limmat konsumiert werden. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert hat Lithium viele Hoffnungen und Vorstellungen von einer besseren Zukunft geweckt. Zunächst zur Behandlung von Gicht, Depressionen und nervöser Erschöpfung eingesetzt, wurde Lithiumwasser Patienten verschrieben, die unter den Belastungen der Industrialisierung litten. Heute wird Lithium jedoch nicht mehr zur Regeneration des menschlichen Körpers verwendet, sondern zum Antrieb der Batterien von Elektroautos. Als entscheidendes Element der europäischen Energiewende erlebt Lithium ein Comeback mit dem Versprechen einer anderen Art von Heilung. 

Die Ausstellung verfolgt die Geschichte des Lithiums über Jahrhunderte hinweg und fragt: Wie entstehen Hoffnungen und Wünsche, die mit bestimmten Substanzen verbunden sind? Die Installation, die im ehemaligen Inhalatorium und Trinkhalle inszeniert ist, konzentriert sich auf den Vorgang der Abfüllung von Mineralwasser, durch den Elemente zu Waren und wertvollen Ressourcen werden. Jede Flasche enthält ein Versprechen, von erhöhter körperlicher Leistungsfähigkeit bis hin zur „grünen“ Gewinnung von Mineralien. Aber was wäre nötig, um diese Wasser wieder zu entflaschen? Könnte das Baden in Lithium eine Strategie des Widerstands gegen die Rohstoffindustrie und eine Praxis sein, um sich andere Zukunftsszenarien vorzustellen?

Hintergrund 

Die Ausstellung basiert auf der künstlerischen Doktorarbeit von Anastasia Kubrak am Critical Media Lab der HGK Basel und der Universität für Kunst Linz. Ihre Forschung untersucht die Rolle von Lithium sowohl als kritischer Rohstoff für die Energiewende der EU als auch als medizinischer Wirkstoff und dokumentiert europäische Standorte, an denen ehemalige Lithium-Bäder derzeit als potenzielle Standorte für die Lithiumgewinnung wiederentdeckt werden. Zuvor war sie Mitkuratorin der Ausstellung Lithium (2020) im Het Nieuwe Instituut in Rotterdam und Mitherausgeberin des Buches Lithium: States of Exhaustion (2021).

***

Abundant in minerals, the springs of Baden have attracted spa visitors for centuries. Lithium is one of such healing substances, consumed through bathing and drinking cures on the bustling promenades along the river Limmat. Since its discovery in the 19th century, lithium has given rise to many promises and imaginaries of a better future. First used in the treatment of gout, depression and nervous exhaustion, lithium waters were prescribed to patients suffering from the pressures of industrialisation. Today, however, lithium is used not to recharge human bodies, but to power the batteries of electric cars. As a critical element in the European energy transition, lithium is making a comeback with the promise of a different kind of cure. 

The exhibition follows lithium through centuries and asks: how do hopes and desires become attached to specific substances? Staged in the former Inhalatorium and Drinking Hall, the installation focuses on the act of bottling the mineral water, which transforms elements into commodities and valuable resources. Each bottle contains a promise, from increased bodily productivity to the ‘green’ extraction of minerals. But what would it take to un-bottle these waters? Could bathing in lithium be a strategy of resistance against the extractive industries and a practice for imagining different futures?

Background The exhibition draws on artistic PhD research by Anastasia Kubrak at the Critical Media Lab at HGK Basel and the University of Arts Linz. Her research explores the role of lithium both as a critical raw material for the EU’s energy transition and as a medical substance, and documents European sites where the former lithium spas are currently being rediscovered as potential sites for lithium extraction. Previously, she co-curated the exhibition Lithium (2020) at Het Nieuwe Instituut in Rotterdam and co-edited the book Lithium: States of Exhaustion (2021).

AUSSTELLUNG

Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren»

Ausstellung 25.01 – 15.03.2026, Samstag und Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr im Inhalatoirum, Limmatpromenade 26, 5400 Baden

Vernissage am 24. Januar 2026 um 16:00 Uhr!

Die Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren» des Vereins Bagni Popolari startet in der Trinkhalle im ehemaligen «Inhalatorium». Dort erfährst Du von der eher erfolglosen Geschichte des Inhalatoriums selbst und welche Ideen und tatsächlich realisierte Kurbrunnenanlagen und Trinkhallen den Aufenthalt in Baden in der Vergangenheit bereichert haben. Ein Stadtplan in der Hand führt dich zu sieben thermalen Stationen im Bäderquartier –  auf den Spuren der gesellschaftlichen Treffpunkte beim Thermalwasser zwischen 1800 bis heute. Der Rundgang ausserhalb der Ausstellung dauert rund eine Stunde.

Zauberhaft, magisch, göttlich! Wo heisse Thermalquellen aus dem Boden sprudeln, müssen überirdische Kräfte im Spiel sein. Davon sind die Menschen lange überzeugt. Dort reisen sie hin, voller Hoffnung – auf Heilung, auf neue Bekanntschaften, auf Zerstreuung, auf Verdienst oder auf Erfüllung eines Wunsches. Orte mit Thermalquellen waren seit jeher bedeutende gesellschaftliche Treffpunkte.

Bis ins Mittelalter vergnügte man sich miteinander im brusthohen Gemeinschaftsbad. Das ziemt sich bald nicht mehr – oder nicht mehr für alle. Das Baden wurde Privatsache und verschwand in die Badekeller. Aber wie langweilig ist doch das stundenlange Alleine-im-Wasser-sitzen! Wie gut gibt es Alternativen, wo man Leute treffen kann: Beim Trinkbrunnen, in der Wandelhalle, im Kursaal, im Kurpark, bei der Kurbrunnenanlage, bei der Konzertmuschel, an der Limmatpromenade … 

Die Treffpunkt-Orte in der Bäderstadt haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder geändert. Sie folgen den menschlichen Bedürfnissen und den gesellschaftlichen, medizinischen Trends. Thermalwasser trinken oder nur inhalieren, umherwandeln, im Grünen spazieren, tanzen oder der Musik lauschen – die Tipps für Zerstreuung und Erholung in Kombination mit der Badekur sind mannigfaltig und einem stetigen Wandel unterworfen. 

Heute mit den neuen Heissen Brunnen, dem Trinkbrunnen am Kurplatz und dem Mosaikbrunnen in Ennetbaden besteht die Tradition der Kuranlagen fort und belebt als hybride Infrastruktur – Treffpunkt und frei zugänglicher Ort der «DIY-Wellness» den öffentlichen Raum des Bäderquartiers.

Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zur der Sonderausstellung «Mittendrin im Vergnügen. Kursaal – Stadtsaal – Spielcasino» (29.8.2025.–5.7.2026) des Historischen Museums Baden und des Jubiläums «150 Jahre Kursaal» (Mai 2025 bis Mai 2026).

AUSSTELLUNG

Liquid Agency

mit Rahel Kraft und Anouk Sebald

Vom 01.11.2025 – 11.01.2026, Samstag und Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr im Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden

Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert.

Liquid Agency: Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das ehemalige Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert. Wie beeinflusst Wasser die künstlerische Praxis? Wie verändert es Zeitlichkeit, Körperlichkeit, Ortsbezüge und Erinnerung? Was bedeutet es, mit Wasser zu denken, zu schaffen, zu kuratieren?

Anouk Sebald «ViscousSource»: Das Video erzählt von einem Ursprung im Wasser. Figuren und Fische bewegen sich in lichtgefüllten Blasen, tauchen ein, lösen sich wieder auf. Eine verhüllte Gestalt erscheint, fast ikonisch, und erinnert an Geburt und Mütterlichkeit. Am Ende bleibt nur ein einzelner Lichtpunkt zurück, der im Dunkel vergeht. «ViscousSource» verweist auf die viskosen Flüssigkeiten des Körpers wie Vaginalsekrete, Sperma und Fruchtwasser und auf unsere Nähe zum Wasser selbst. Zwischen Körper und Tier, Sexualität und Tabu entfaltet sich ein Bild von Werden und Vergehen.

Rahel Kraft «and we the streams»: Wasser fliesst, versickert langsam und taucht anderswo wieder auf. Dieses stetige Versickern hat eine stille, aber tiefgreifende Wirkung: Das Wasser wird gefiltert, klar und mit Mineralien angereichert – jenen Stoffen, die wir später zur Regeneration nutzen, etwa beim Inhalieren von Thermalwasser. Anstatt dieses über Jahrtausende zirkulierende Wasser physisch zu inhalieren, lädt Rahel Kraft in and we the streams dazu ein, in den ultra langsamen Prozess des Versickerns einzutauchen. Sie lässt uns die grosse Zeitlichkeit einer Kur, in einer Art hypnotischer Hör-Inhalation mit verschiedenen auditiven Fliessbewegungen nachempfinden. Die Treppe ist eine atmende Skulptur, welche uns den Blick auf den realen Fluss öffnet. 

Rahel Kraft «Rhythms Going Up and Down»: In Rhythms Going Up and Down lässt Rahel Kraft uns unter Wasser tauchen. Wind und Wasser führen die Kamera. Anstelle eines kontrollierten Blicks entsteht eine fliessende, zufällige Bewegung. Das Bild gleitet an Unterwasserpflanzen, aufgewühlten Sedimenten und flirrenden Lichtreflexen vorbei. Die Aufnahmen entstanden in vier flachen Moorseen im Süden Hokkaidos. In gelb-, braun- und grüngetönten Bildern zeigen sie eine schwer zugängliche, geheimnisvolle Welt. Das Wasser selbst wird zur Dramaturgin: Es bestimmt den Rhythmus und lenkt die Wahrnehmung. Es entsteht ein Gefühl des Getragenwerdens zwischen Ruhe und Unruhe, Sichtbarkeit und Auflösung, in ständiger Bewegung.

AUSSTELLUNG

WARUM RABEN? – Projektausstellung zur Geschichte und Zukunft des erstgenannten Badener Badgasthauses

Ausstellung vom 30. März bis 29. Juni 2025 und vom 17. August bis 14. September 2025
Geöffnet sonntags von 13:00 – 17:00 Uhr

Um die Geschichte, Vision und Zukunft des Rabens einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, richten wir vom 28. März bis 14. September 2025 im ehemaligen Inhalatorium (Limmatpromenade 26) einen Projektraum ein. Immer sonntags 13h-17h kann dort in der Ausstellung Einblick ins Projekt (Modell, Pläne etc) und in die Geschichte des Badgasthauses zum Raben und der Mission von Bagni Popolari genommen werden. Ebenso erfährt ihr dort, was der Raben mit den ehemaligen Freibädern zu tun hat und wie sich Vergangenheit und Zukunft verbindet, welche Bedeutung der Raben für Badens Badekultur hat.

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Der Projektraum ist gleichzeitig unser Beitrag an die Regionale Projektschau Limmattal 2025. Zu Stande kommt dieser Raum dank der Förderung des zu entwickelnden Betriebskonzeptes im Raben durch den Bäderverein Baden (Projekt Bäderkultur) und dank dem Raum der Ortsbürgergemeinde Baden.

Im Bad zum Raben entsteht Badener Badekultur neu. Die interaktive Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte und Zukunft des ersterwähnten Badener Badgasthauses.

Die Besuchenden erfahren, welche Bedeutung das Bad zum Raben in Badens Badekultur spielt, was das Bad zum Raben mit den ehemaligen Freibädern zu tun hat und wie sich Vergangenheit und Zukunft verbinden lassen. Die Projektausstellung ist Bagni Popolaris Beitrag an die Regionale Projektschau Limmattal 2025. Zu Stande kommt die Ausstellung «Warum Raben?» dank der Förderung des Bädervereins Baden (Projekt Bäderkultur) und der Ortsbürgergemeinde, die das Inhalatorium zur Verfügung stellt.

Die bebilderte Hörgeschichte dauert 8 Minuten. Sie spielt im Jahr 1845, in einer Zeit, als das Bäderquartier von Baden nach einer langen Phase des Niedergangs eine grosse bauliche Erneuerung erfuhr. Damals begann die Blütezeit des Kurtourismus und Baden stieg auf in die Liga der internationalen Kurorte. Der Dialog zwischen der Hotelière Elisabeth Meyer-Attenhofer vom Bad zum Raben und Bad-Armenarzt Johann Alois Minnich ist erfunden. Er hätte aber durchaus so stattfinden können, denn Personen und Fakten sind historisch verbrieft.

Team: Projektleitung, Inhalte: Kathrin Doppler, Marc Angst // Entwicklung und Produktion Hörgeschichte: Fabian Furter // Stimmen: Marius Kob und Monika Schärer // Illustrationen: Lisa Walder // Medientechnik: Johannes Hofmann // Ausstellungsaufbau: Reto Sigrist, Guillaume Friz, Aila Ziegler // Kommunikation: Michael Tulio Bühler // Betriebskoordination: Sam Maurer

AUSSTELLUNG

«Acts of Attention»

30. NOVEMBER 2024 – 25. JANUAR 2025 // Kunst-Ausstellung zum Thema „Verlassene Thermal-Badestätten“.

Für die kommende Ausstellung im Kunst-Badhaus Bagno Popolare reisen Masterstudierende der ZHdK Transdisziplinarität unter der Leitung von Kathrin Doppler, Eirini Sourgiadaki und Dr. Lydia Xynogala an den verlassenen Thermalbadeort Methana in Griechenland. Zusammen erforschen sie den Ort und erkunden neue Möglichkeiten zur künstlerischen und architektonischen Weiterentwicklung.

Plakatgestaltung von Selina Bächli (www.selinabaechli.ch)

Ausstellung «Acts of Attention» unterstützt durch: Stadt Baden, Aargauer Kuratorium, Markus Kaufmann Stiftung, Stiftung Anne-Marie-Schindler, temperatio Stiftung für Umwelt / Soziales / Kultur, Kulturstiftung der Credit Suisse Aargau, Stadtcasino Baden, ProLitteris, Migros Aare.

AUSSTELLUNG

Ausstellung «Blaue Pfade – Belebung heilender Orte»

Samstag, 19.10. bis Donnerstag, 21.11.24 Kunst-Ausstellung zum Thema „Verlassene Thermal-Badestätten“.

Bild von Ines Lechleitner

Kuratorinnen Alba Balmaseda & Kathrin Doppler

Diese Ausstellung erforscht die Verbindung zwischen Raum und Zeit durch die Wiederbelebung historischer Heilstätten wie Sclafani Bagni in Sizilien und Baden in der Schweiz. Durch einen sensorischen Pfad verbindet sie verschiedene künstlerische Zugänge zur Beziehung zwischen Körper und Wasser. Durch die Geruch, Licht, Geschmack, Berührung, Sound und Video als künstlerische Methoden werden die Besuchenden eingeladen mit offen Sinnen durch die Ausstellungs- und Badräume zu gehen.

Inmitten des heissen Thermalwassers sind Kunstwerke der Künstlerinnen Ines Lechleitner (Duft, Fotografie) und Sophia Berdelis (Licht) zu sehen. Diese werden neben Gruppenarbeiten präsentiert, die in Zusammenarbeit von Architekturstudentinnen aus Stuttgart und Nürnberg sowie Kunststudentinnen aus Palermo entstanden sind. Unter der Leitung von Pietro Airoldi, Alba Balmaseda, Carola Dietrich, Kathrin Doppler, Bettina Klinge, Gregor Löber und Špela Setzen sind die Studierenden nach Petralia Sottana und Sclafani Bagni auf Sizilien gereist und haben die ortsspezifische Badekultur und deren kulturelles Erbe erkundet. Ihre Eindrücke haben die Studierenden in Beziehung zur Badekultur im schweizerischen Baden durch verschiedene künstlerische Methoden wie Layering oder performative und taktile Intervention umgesetzt. Es werden Themen wie: die Absenz des Wassers, die Entblössung des Körpers, Gesundheit durch Trinkkuren oder Hygiene verhandelt. Unterstützt wurde die Aktivität durch das Austauschprogramm des DAAD, die Gemeinden Petralia Sottana und Sclafani Bagni und Bagno Popolare.

In Kooperation mit: Universität Stuttgart IRGE, Technische Hochschule Nürnberg, Accademia di Belle Arti di Palermo, Researchgroup: OFF SEASON

Eine Kooperation mit:
Uni Stuttgart, Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfen
Technische Hochschule Nürnberg
Accademia di Belli Arti di Palermo
Researchgroup Offseason

Ausstellung «Blaue Pfade» unterstützt durch: Stadt Baden, Aargauer Kuratorium, Markus Kaufmann Stiftung, Stiftung Anne-Marie-Schindler, temperatio Stiftung für Umwelt / Soziales / Kultur, Kulturstiftung der Credit Suisse Aargau, Stadtcasino Baden, Pro Litteris, Migros Aare.

Plakatgestaltung: Selina Bächli http://www.selinabaechli.ch

In die Ausstellung «Blaue Pfade» tauchen wir mit einem von Ines Lechleitner durchgeführtem Duft-Dinner ein.

AUSSTELLUNG

BAD UND AUSSTELLUNGEN IM BAD ZUM RABEN

Aktuelle Öffnungszeiten

Die gemeinnützige Genossenschaft Bad zum Raben nutzt die Zeit bis zum geplanten Umbau in ein Kunst- und Badhaus um vielfältige Themen baulich und im Betrieb auszuprobieren und überhaupt um das natürliche Thermalwasser und die Bäder im historischen Badhaus zugänglich zu machen.

Vorschau Saison 2024/2025:

Zwei Ausstellungen im Bad zum Raben beleuchten die Badekultur in verschiedenen Regionen und Zeiten: Künstlerinnen und Architektinnen erkunden Stätten in Griechenland und Italien und beleben verlassene Thermalbadestädte nach dem Vorbild der Badener «Bagni Popolari». Die Forschungsgruppe «Offseason bathing girls» begibt sich auf zwei Recherche-Reisen und zeigt im Raben zwei daraus resultierende Ausstellungen:

Blaue Pfade – Belebung heilender Orte
19.10.2024 bis 23.11.2024
Sclafani Bagni, Sizilien
mit Alba Balmaseda

Acts of Attention
30.11.2024 bis 25.1.2025
Methana, Griechenland
mit Dr. Lydia Xynogala und Eirini Sourgiadaki

Öffnungszeiten // Spezielle Öffnungszeiten bei Anlässen // Adresse // Das Bad zum Raben soll für möglichst alle sein: Zugänglichkeit und Awareness

Rückblick Saison 2023/2024:

Dieses «REALLABOR» wird vom Verein Bagni Popolari in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft und weiteren Akteuren betrieben. Das «REALLABOR» dauert vom 7. Oktober 23 bis Ende Mai 2024 und umfasst 3 «LABORE» mit einigen Tagen Unterbruch dazwischen.

Das Erste Labor OPEN BADEN SOCIETY vom 7. Oktober bis 16. Dezember 2023 entsteht von den Künstlern Parasite 2.0 im Rahmen des Bäderverein – Projektes «Meehr Baden», kuratiert von MADAM.

Für den zweiten Teil von 13. Januar bis 9. März 2024 wird Aktivistin Cassie Thornton aus den USA/Berlin sich mit dem „Spa for social transformation“ der kollektiven Gesundheit und verschiedenen Anwendung des Thermalwassers auseinandersetzen.

Der dritte Teil von 23. März bis 25. Mai 2024 widmet sich schliesslich dem Klang der Räume im Bad. Zu Gast sind dann die österreichische Akustikerin Jamilla Balint zusammen mit der Künstlerin Antonia Sophia Manhartsberger mit ihrem für den Raben geschaffenen Projekt „Thermal-Normal – Im Rhythmus des Gewöhnlichen„.

Ein Rückblick in Bildern: Fotos von Nicolas Petit. Vielen Dank für die schönen Bilder!

Portraits der ausstellenden Künstler*innen

Kunst-Performances im Bad zum Raben

Konzerte im Bad zum Raben

Ausstellungen im Bad zum Raben

AUSSTELLUNG

23.3.24 – 25.5.24: REALLABOR # 3: THERMAL-NORMAL – IM RHYTHMUS DES GEWÖHNLICHEN

Von Jamilla Balint und Anto Manhartsberger

In der Ausstellung „Thermal-Normal: Im Rhythmus des Gewöhnlichen“, die im atmosphärischen Ambiente des Bad zum Raben stattfindet, entführen die Klangkünstlerin Anto Manhartsberger und die Akustikerin Jamilla Balint die Badegäste in eine Welt der auditiven Erkundungen und Reflexionen. In diesem außergewöhnlichen Setting wird der akustische Raum nicht nur als künstlerisches Medium, sondern auch als soziales Phänomen erforscht.
Die Künstlerinnen stellen im Rahmen des 3. Reallabors, das sich dem Ergründen des akustischen Raums verschrieben hat, Fragen wie:
Wem gehört der akustische Raum? Wer darf ihn mitgestalten? Ist dieser Raum barrierefrei? Wie klingt ein barrierefreier Raum, und wie klingt ein Thermalbad? Diese Fragen laden zur Auseinandersetzung mit dem Konzept von „Normalität“ im klanglichen Umfeld ein und betonen die Bedeutung des akustischen Raums als kollektives Gut, das wir alle permanent bewusst oder unbewusst mitgestalten.
Das Thermalbad selbst wird in der Ausstellung zu einem Experimentierfeld für die Wahrnehmung von Klängen und was diese mit uns machen. Die Badenden erleben, wie unterschiedlich sich Wasser, Architektur und menschliche Anwesenheit auf das auditive Erleben unserer Umgebung auswirken. Diese Erfahrung wird durch Installationen und Interventionen von Anto Manhartsberger und Jamilla Balint bereichert, die zeigen, wie akustische Räume unser tägliches Leben prägen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Rolle von Klang im sozialen und kulturellen Kontext nachzudenken. Sie macht deutlich, dass obzwohl wir unsere Augen schließen können, unsere Ohren jedoch immer offen sind. Dies eröffnet eine tiefere Reflexion über die kulturellen, sozialen und individuellen Aspekte von Alltagsgeräuschen und über die vielschichtige Bedeutung von „Normalität“ im akustischen Kontext.
„Thermal-Normal: Im Rhythmus des Gewöhnlichen“ ist mehr als eine Ausstellung – es ist eine interdisziplinäre Plattform, die den akustischen Raum in seinen sozialen, kulturellen und individuellen Dimensionen erfahrbar macht und zum Nachdenken anregt und die Besucher*innen dazu einlädt, die Welt um sie herum mit neuen Ohren zu hören.

https://antonia-manhartsberger.mur.at/
https://balint.mur.at/

Kuratiert von: Kathrin Doppler und Marc Angst
Installation: Johannes Hoffmann
Betrieb: Rahel Meyer

Anlässe im Rahmen der Ausstellung: –> https://bagnopopolare.ch/category/anlaesse/

AUSSTELLUNG

13. 1. – 9.3.24: REALLABOR # 2: SOCIAL SPA FOR COLLECTIVE MUTATION

Von Feminist Economics Department (FED) / Cassie Thornton in Kollaboration mit Antonia Hernandez und Jamie Allen

Für das zweite REALLABOR der Wintersaison 23/24 befasst sich das Bad zum Raben mit Gesundheit und Zusammenleben. Dazu wurde Künstlerin und Aktivistin Cassie Thornton eingeladen. Die daraus entstandene Erlebnisreise ist inspiriert von The Hologram – einer von Cassie inizierten, alternativen Care Praxis.

Das Mosaik im Bad eines römischen Gutshof in Unterlunkhofen aus dem 2. Jahrhundert ist Ausgangspunkt von Cassie Thorntons künstlerischer Recherchen für das Bad der Zukunft. Das Mosaik zeigt einen Hippokampus, ein Tier halb Pferd halb Fisch, welches in der Ausstellung die physische Ebene mit der psychologischen verbindet. Besagtes Bade-Mosaik schafft im «Reallabor 2» gleichzeitig eine Verbindung zur baulichen Recherche über die zukünftigen Bodenbeläge im Bad zum Raben.

Assoziativ und phantasievoll bezieht Cassie Thornton selbstbezogene, intime Themen wie Körper, Wellness und psychische Gesundheit auf die grossen globalen Herausforderungen unserer Zeit: Krieg, Klimawandel und die Kluft zwischen arm und reich.

The Social Spa ist eine experimentelle Ausstellung in welcher die Gäste eingeladen werden, ihre Badetour mit einer kleinen Zerstörung zu beginnen und mit dem Verbrennen und Vergraben eines Vertrags zu beenden, der ein persönliches Opfer im Namen des kollektiven Wachstums verspricht. Im neu eingerichteten Global Stress Smash Therapy-Raum werden die Gäste eingeladen, vor dem Baden Teller zu zerbrechen und zu schreien, um ihr Gefühl der Ohnmacht und ihre Wut über eine zunehmend zerstörerische Welt zu zeigen. Die Scherben werden im gesamten Spa in einer Reihe von Mosaiken angeordnet, die den mythischen amphibischen Hippokampus darstellen. Im Gegensatz zu den herkömlichen Spa-Angeboten sind die Badegäste aufgefordert, sich mit dem Druck der brennenden und sich bekriegenden Welt auseinanderzusetzen und zu lernen, wie man sich in ihr verändern kann.

Kuratiert von: Kathrin Doppler und Anna Lehr
Bauliche Recherche: Marc Angst
Installation: Johannes Hoffmann
Betrieb: Rahel Meyer

Anlässe im Rahmen der Ausstellung: –> https://bagnopopolare.ch/category/anlaesse/

AUSSTELLUNG

7. OKT – 16. DEZ 23: REALLABOR # 1: OPEN BADEN SOCIETY VON PARASITE 2.0

Finissage Samstag 16. Dezember

Für das erste REALLABOR der Wintersaison 23/24 spannt das Bad zum Raben mit dem Bäderverein zusammen. Im Rahmen seines Projektes «Bäderkultur: Meehr Baden» installiert die Künstlergruppe «Parasite 2.0» in den Räumen der Badgenossenschaft eine symbolische Landschaft aus Namen, Texten und Lichtern. Sie thematisieren Markenbildung und Zugänglichkeit zum Thermalwasser. Mit drei REALLABOREN testet das Bad zum Raben bis im Mai 2024 ihre Konzepte für die geplante Revitalisierung des Bades.

Vernissage Samstag 7. Oktober ab 15h

Finissage Samstag 16. Dezember

„Open Baden Society“ ist eine Installation von der Künstlergruppe «Parasite 2.0». Sie befindet sich vom 7.Oktober bis 16.Dezember 23 im Bad zum Raben. Sie ist Teil des Programmes 2023/24 des Kuratoriums “Meehr Baden”. Trägerschaft ist der Bäderverein Baden/Ennetbaden mit seinem langjährigen Projekt das Projekt «Bäderkultur». Die Installation ist das Ergebnis einer interdisziplinären Kunstresidenz von drei Monaten in Baden.

Die gemeinnützige Genossenschaft Bad zum Raben nutzt die kommende Saison bis zum Umbaubeginn im Herbst 2024 um vielfältige Themen baulich und im Betrieb auszuprobieren. Dieses «REALLABOR» wird wieder vom Verein Bagni Popolari in den Räumen des Bad zum Raben betrieben. Es dauert vom 7. Oktober 23 bis Ende Mai 2024 und umfasst 3 LABORE mit einigen Tagen Unterbruch dazwischen. Während dieser LABORE ist das Bad und die Kunstausstellung jeweils am Donnerstag (17h-21h) , Samstag und Sonntag (jeweils 15h-19h) geöffnet. Es kann gebadet werden.

Die Installation „Open Baden Society“ bespielt den ersten Teil des REALLABORS im Bad zum Raben.

Mit der Installation möchte das Studio Parasite 2.0 die Privatisierung der berühmten Thermalquellen der Stadt Baden reflektieren: Seit ihrer Entdeckung durch die römischen Legionen standen die Stadt Baden und ihre Thermen im Mittelpunkt eines Prozesses der Markenbildung und Privatisierung. Er führt uns bis in unsere Tage, in denen die Quellen in den Händen von einigen Wenigen sind. Aufgrund der hohen Eintrittspreise ist das Thermalwasser in den Bädern nicht mehr für alle zugänglich. Die verschiedenen Thermen der Stadt sind auch mit verschiedenen Hotels und deren Namen verbunden. Die verschiedenen Namen, die mit unterschiedlichen Graden von Prestige und Preislisten einhergehen, sind heute Marken. Sie sind in die Fassaden, Kleidungsstücke und Schilder der Stadt eingeprägt und schaffen eine symbolische Landschaft.

Die Namensschilder der Thermenanlagen sind Symbole der Privatisierung oder Ausdruck von Botschaften der exklusiven Zugänglichkeit. Es entsteht die Notwendigkeit, eine Diskussion über die Rolle und das Eigentum der kollektiven Ressource «Thermalwasser» anzustossen. Mit der Installation „Open Baden Society“ möchte Parasite 2.0 eine neu reflektierte, symbolische Landschaft schaffen. Sie besteht aus Namen, Texten, Lichtern und Symbolen, welche die Rolle dieses allgemeinen Gutes – das unter der Stadt Baden fliessende Thermalwasser – thematisiert.

Das Bad zum Raben hat zum Ziel, ein gemeinschaftliches Thermalbad zu schaffen, das im Besitze von vielen Menschen ist. Es soll eine Alternative zu den exklusiven Bädern darstellen und aufzeigen, dass Thermalbaden in traditioneller Weise für möglichst alle zugänglich sein kann.

baederkultur.ch
parasiteparasite.com