Finissage Samstag 16. Dezember
Für das erste REALLABOR der Wintersaison 23/24 spannt das Bad zum Raben mit dem Bäderverein zusammen. Im Rahmen seines Projektes «Bäderkultur: Meehr Baden» installiert die Künstlergruppe «Parasite 2.0» in den Räumen der Badgenossenschaft eine symbolische Landschaft aus Namen, Texten und Lichtern. Sie thematisieren Markenbildung und Zugänglichkeit zum Thermalwasser. Mit drei REALLABOREN testet das Bad zum Raben bis im Mai 2024 ihre Konzepte für die geplante Revitalisierung des Bades.
Vernissage Samstag 7. Oktober ab 15h
Finissage Samstag 16. Dezember
„Open Baden Society“ ist eine Installation von der Künstlergruppe «Parasite 2.0». Sie befindet sich vom 7.Oktober bis 16.Dezember 23 im Bad zum Raben. Sie ist Teil des Programmes 2023/24 des Kuratoriums “Meehr Baden”. Trägerschaft ist der Bäderverein Baden/Ennetbaden mit seinem langjährigen Projekt das Projekt «Bäderkultur». Die Installation ist das Ergebnis einer interdisziplinären Kunstresidenz von drei Monaten in Baden.
Die gemeinnützige Genossenschaft Bad zum Raben nutzt die kommende Saison bis zum Umbaubeginn im Herbst 2024 um vielfältige Themen baulich und im Betrieb auszuprobieren. Dieses «REALLABOR» wird wieder vom Verein Bagni Popolari in den Räumen des Bad zum Raben betrieben. Es dauert vom 7. Oktober 23 bis Ende Mai 2024 und umfasst 3 LABORE mit einigen Tagen Unterbruch dazwischen. Während dieser LABORE ist das Bad und die Kunstausstellung jeweils am Donnerstag (17h-21h) , Samstag und Sonntag (jeweils 15h-19h) geöffnet. Es kann gebadet werden.
Die Installation „Open Baden Society“ bespielt den ersten Teil des REALLABORS im Bad zum Raben.
Mit der Installation möchte das Studio Parasite 2.0 die Privatisierung der berühmten Thermalquellen der Stadt Baden reflektieren: Seit ihrer Entdeckung durch die römischen Legionen standen die Stadt Baden und ihre Thermen im Mittelpunkt eines Prozesses der Markenbildung und Privatisierung. Er führt uns bis in unsere Tage, in denen die Quellen in den Händen von einigen Wenigen sind. Aufgrund der hohen Eintrittspreise ist das Thermalwasser in den Bädern nicht mehr für alle zugänglich. Die verschiedenen Thermen der Stadt sind auch mit verschiedenen Hotels und deren Namen verbunden. Die verschiedenen Namen, die mit unterschiedlichen Graden von Prestige und Preislisten einhergehen, sind heute Marken. Sie sind in die Fassaden, Kleidungsstücke und Schilder der Stadt eingeprägt und schaffen eine symbolische Landschaft.
Die Namensschilder der Thermenanlagen sind Symbole der Privatisierung oder Ausdruck von Botschaften der exklusiven Zugänglichkeit. Es entsteht die Notwendigkeit, eine Diskussion über die Rolle und das Eigentum der kollektiven Ressource «Thermalwasser» anzustossen. Mit der Installation „Open Baden Society“ möchte Parasite 2.0 eine neu reflektierte, symbolische Landschaft schaffen. Sie besteht aus Namen, Texten, Lichtern und Symbolen, welche die Rolle dieses allgemeinen Gutes – das unter der Stadt Baden fliessende Thermalwasser – thematisiert.
Das Bad zum Raben hat zum Ziel, ein gemeinschaftliches Thermalbad zu schaffen, das im Besitze von vielen Menschen ist. Es soll eine Alternative zu den exklusiven Bädern darstellen und aufzeigen, dass Thermalbaden in traditioneller Weise für möglichst alle zugänglich sein kann.