Bagno Popolare lädt Gäste von hier und überall zum gemeinsamen Genuss im wohltuenden Thermalwasser, dem von der Natur gespendeten Reichtum im Herzen der lebensfrohen Bäderstadt.
Autor: bagnipopolari
Bagni Popolari sind ein loses Kollektiv von Kunstkomplizen und Kulturhandwerkerinnen welche seit der Schliessung des öffentlichen Badener Thermalbades im 2012 forschend durch Eigeninitiative die Bäderkultur erkunden und mittels Kunstanlässen, Thermalbrunnen und Wasserspielen wieder in der Gegenwart und Zukunft verankern wollen. Im Verein engagieren sich Menschen mit Liebe zum Thermalwasser aus Leidenschaft für eine gemeinschaftliche, öffentliche Badekultur und den freien Zugang zum heissen Thermalwasser als Gemeingut. Die raison d’être von Baden.
Die reguläre Zwischennutzung des Bades zum Raben mit seinen Ausstellungen und Veranstaltungen ist beendet. Es finden weiterhin einzelne Veranstaltungen statt, meist kann auch gebadet werden. Neuer Ausstellungsraum ist das ehemalige städtische Inhalatorium an der benachbarten Limmatpromenade 26.
Bitte besondere Öffnungszeiten bei den jeweiligen Veranstaltungsdetails (siehe unten) beachten.
Ausstellung «Lithium Baths and Electric Bulbs» vom 29. März bis 31. Mai 2026 jeweils Samstag und Sonntag offen von 13:00 bis 17:00 Uhr. Im ehemaligen Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden
Finissage «Lithium Baths and Electric Bulbs» am 31. Mai 2026. Bad zum Raben ab 14:00Uhr geöffnet. Finissage Begrüssung um 16:00 Uhr Im ehemaligen Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden
Die Ausstellung «Lithium Baths and Electric Bulbs» mit der wundervollen Rauminstallation der Künstlerin Anastasia Kubrak neigt sich langsam dem Ende zu: Eine spekulative Archäologie des Lithiumwassers. Die Ausstellung verknüpft historische Lithiumheilbäder mit der industriellen Nutzung des Elements in Batterien und reflektiert damit die Überschneidung von Gesundheit, Energie und Ökonomie – von der Elektrobehandlung zur Energiewende.
Um die Saison und Ausstellung gebührend zu Verabschieden laden wir euch herzlichst zur Finissage am 31.05.2026 ein!
Finissage Lithium Baths and Electric Bulbs
ab 14:00 Uhr Öffnung Bad zum Raben 16:00 Uhr Begrüssung im Inhalatorium
(Inhalatorium schliesst um 17:00 Uhr. Finissage läuft im Bad zum Raben weiter.)
17:30 Uhr Artist Talk mit Künstlerin Anastasia Kubrak und Kuratorin Kathrin Doppler im Wasser 18:30 Uhr Sound-Performance von Samuel Schranz
Bald öffnet das Inhalatorium wieder seine Türen mit unserer letzten Ausstellung in dieser Saison: Lithium Baths and Electric Bulbs – eine Rauminstallation der Künstlerin Anastasia Kubrak!
Samstag, 28. März 2026 um 17:00 Uhr im ehemaligen Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden.
Eine spekulative Archäologie des Lithiumwassers. Die Ausstellung verbindet historische Lithiumbäder mit der industriellen Nutzung des Elements in Batterien und reflektiert so die Schnittstelle zwischen Gesundheit, Energie und Wirtschaft – von der Elektrotherapie bis zur Energiewende.
Wir freuen uns euch an der Vernissage zu sehen!
ERÖFFNUNGSPROGRAMM Ein festlicher Abend mit Präsentationen, Diskussionen, Performances und gemeinsamem Baden in Thermalwasser.17:00 Einführung mit Künstlerin Anastasia Kubrak und Kuratorin Kathrin Doppler 17:45 Apéro 18:15 Performance von Yelizaveta Strakhova : ‚Explorations of Porosity‘ 19:00 Uhr „Baden als Praxis”. Badegespräch mit Jonas Köppel (Universität Bern) und Lydia Xynogala (HfG Karlsruhe)
Die Besucher*innen sind eingeladen, sich zum Bad zu gesellen. In diesem Gespräch wird das Baden in Lithium als Praxis elementarer Solidarität im Kontext der Energiewende thematisiert. Im Laufe der Geschichte dienten Mineralbäder als Prototypen für neue Formen sozialer Beziehungen. Könnte gemeinsames Baden zu einer Strategie des Widerstands gegen Rohstoffprojekte werden, vom Lithiumabbau bis zur neoliberalen Wellnessindustrie? Was können „wir” als Forscher, Künstler und Badende tun, wenn wir Substanzen durch verschiedene Geschichten und Geografien verfolgen?
Eine spekulative Archäologie des Lithiumwassers. Die Ausstellung verbindet historische Lithiumbäder mit der industriellen Nutzung des Elements in Batterien und reflektiert so die Schnittstelle zwischen Gesundheit, Energie und Wirtschaft – von der Elektrotherapie bis zur Energiewende.
A speculative archaeology of lithium water. The exhibition links historical lithium spas with the industrial use of the element in batteries, thus reflecting the intersection of health, energy, and economics – from electrotherapy to the energy transition.
Die mineralreichen Quellen Badens ziehen seit Jahrhunderten Kurgäste an. Lithium ist eine dieser Heilstoffe, die durch Bade- und Trinkkuren an den belebten Promenaden entlang der Limmat konsumiert werden. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert hat Lithium viele Hoffnungen und Vorstellungen von einer besseren Zukunft geweckt. Zunächst zur Behandlung von Gicht, Depressionen und nervöser Erschöpfung eingesetzt, wurde Lithiumwasser Patienten verschrieben, die unter den Belastungen der Industrialisierung litten. Heute wird Lithium jedoch nicht mehr zur Regeneration des menschlichen Körpers verwendet, sondern zum Antrieb der Batterien von Elektroautos. Als entscheidendes Element der europäischen Energiewende erlebt Lithium ein Comeback mit dem Versprechen einer anderen Art von Heilung.
Die Ausstellung verfolgt die Geschichte des Lithiums über Jahrhunderte hinweg und fragt: Wie entstehen Hoffnungen und Wünsche, die mit bestimmten Substanzen verbunden sind? Die Installation, die im ehemaligen Inhalatorium und Trinkhalle inszeniert ist, konzentriert sich auf den Vorgang der Abfüllung von Mineralwasser, durch den Elemente zu Waren und wertvollen Ressourcen werden. Jede Flasche enthält ein Versprechen, von erhöhter körperlicher Leistungsfähigkeit bis hin zur „grünen“ Gewinnung von Mineralien. Aber was wäre nötig, um diese Wasser wieder zu entflaschen? Könnte das Baden in Lithium eine Strategie des Widerstands gegen die Rohstoffindustrie und eine Praxis sein, um sich andere Zukunftsszenarien vorzustellen?
Hintergrund
Die Ausstellung basiert auf der künstlerischen Doktorarbeit von Anastasia Kubrak am Critical Media Lab der HGK Basel und der Universität für Kunst Linz. Ihre Forschung untersucht die Rolle von Lithium sowohl als kritischer Rohstoff für die Energiewende der EU als auch als medizinischer Wirkstoff und dokumentiert europäische Standorte, an denen ehemalige Lithium-Bäder derzeit als potenzielle Standorte für die Lithiumgewinnung wiederentdeckt werden. Zuvor war sie Mitkuratorin der Ausstellung Lithium (2020) im Het Nieuwe Instituut in Rotterdam und Mitherausgeberin des Buches Lithium: States of Exhaustion (2021).
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Abundant in minerals, the springs of Baden have attracted spa visitors for centuries. Lithium is one of such healing substances, consumed through bathing and drinking cures on the bustling promenades along the river Limmat. Since its discovery in the 19th century, lithium has given rise to many promises and imaginaries of a better future. First used in the treatment of gout, depression and nervous exhaustion, lithium waters were prescribed to patients suffering from the pressures of industrialisation. Today, however, lithium is used not to recharge human bodies, but to power the batteries of electric cars. As a critical element in the European energy transition, lithium is making a comeback with the promise of a different kind of cure.
The exhibition follows lithium through centuries and asks: how do hopes and desires become attached to specific substances? Staged in the former Inhalatorium and Drinking Hall, the installation focuses on the act of bottling the mineral water, which transforms elements into commodities and valuable resources. Each bottle contains a promise, from increased bodily productivity to the ‘green’ extraction of minerals. But what would it take to un-bottle these waters? Could bathing in lithium be a strategy of resistance against the extractive industries and a practice for imagining different futures?
Background The exhibition draws on artistic PhD research by Anastasia Kubrak at the Critical Media Lab at HGK Basel and the University of Arts Linz. Her research explores the role of lithium both as a critical raw material for the EU’s energy transition and as a medical substance, and documents European sites where the former lithium spas are currently being rediscovered as potential sites for lithium extraction. Previously, she co-curated the exhibition Lithium (2020) at Het Nieuwe Instituut in Rotterdam and co-edited the book Lithium: States of Exhaustion (2021).
Unsere Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren» neigt sich nun auch schon dem Ende zu. Die Ausstellung beleuchtet als Beitrag zum Jubiläum «150 Jahre Kursaal Baden» die Treffpunkte rund um das Thermalwasser in den Bädern von Baden und Ennetbaden: Trinkbrunnen, Wandelhallen und Inhalatorien. Sie zeigt auf, wie Thermalwasser nicht nur Heilmittel, sondern sozialer Kristallisationspunkt war – Ort der Bewegung, der Begegnung, des Austauschs.
Wir laden euch herzlichst zur Finissage am Sonntag, 15. März 2026 ein!
15:00 – 16:30 Uhr Letzte Führung im Rahmen der Finissage. Treffpunkt im Inhalatorium, ohne Anmeldung.
17:00 Uhr Begrüssung der Kuration und Bagno Popolare. Im Anschluss Konzert & Erzählung «Kultur im Abbruch Objekt» von Nic Niedermann und Christine Zenz. Danach folgt ein Apéro.
Das Bad zum Raben ist am Tag der Finissage von 18:00 – 21:00 Uhr geöffnet. Bringt Badehosen mit und geniesst naturbelassenes Thermalwasser.
«Kultur im Abbruch Objekt» von Nic Niedermann und Christine Zenz: „Wir tauchen ein, schauen zu, schwimmen mit und manchmal gegen den Strom. Wasser im Fluss ist wie die Zeit, es kommt immer etwas nach und es fliesst weiter. Geschichten und Anekdoten aus der Kulturszene in den Abbruchobjekten Badens der 1980-90er Jahre.“ Erinnerungen von Nic Niedermann & Christine Zenz mit Musik von Nic Niedermann
Die Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren» des Vereins Bagni Popolari startet in der Trinkhalle im ehemaligen «Inhalatorium». Dort erfährst Du von der eher erfolglosen Geschichte des Inhalatoriums selbst und welche Ideen und tatsächlich realisierte Kurbrunnenanlagen und Trinkhallen den Aufenthalt in Baden in der Vergangenheit bereichert haben. Ein Stadtplan in der Hand führt dich zu sieben thermalen Stationen im Bäderquartier – auf den Spuren der gesellschaftlichen Treffpunkte beim Thermalwasser zwischen 1800 bis heute. Der Rundgang ausserhalb der Ausstellung dauert rund eine Stunde.
Zauberhaft, magisch, göttlich! Wo heisse Thermalquellen aus dem Boden sprudeln, müssen überirdische Kräfte im Spiel sein. Davon sind die Menschen lange überzeugt. Dort reisen sie hin, voller Hoffnung – auf Heilung, auf neue Bekanntschaften, auf Zerstreuung, auf Verdienst oder auf Erfüllung eines Wunsches. Orte mit Thermalquellen waren seit jeher bedeutende gesellschaftliche Treffpunkte.
Bis ins Mittelalter vergnügte man sich miteinander im brusthohen Gemeinschaftsbad. Das ziemt sich bald nicht mehr – oder nicht mehr für alle. Das Baden wurde Privatsache und verschwand in die Badekeller. Aber wie langweilig ist doch das stundenlange Alleine-im-Wasser-sitzen! Wie gut gibt es Alternativen, wo man Leute treffen kann: Beim Trinkbrunnen, in der Wandelhalle, im Kursaal, im Kurpark, bei der Kurbrunnenanlage, bei der Konzertmuschel, an der Limmatpromenade …
Die Treffpunkt-Orte in der Bäderstadt haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder geändert. Sie folgen den menschlichen Bedürfnissen und den gesellschaftlichen, medizinischen Trends. Thermalwasser trinken oder nur inhalieren, umherwandeln, im Grünen spazieren, tanzen oder der Musik lauschen – die Tipps für Zerstreuung und Erholung in Kombination mit der Badekur sind mannigfaltig und einem stetigen Wandel unterworfen.
Heute mit den neuen Heissen Brunnen, dem Trinkbrunnen am Kurplatz und dem Mosaikbrunnen in Ennetbaden besteht die Tradition der Kuranlagen fort und belebt als hybride Infrastruktur – Treffpunkt und frei zugänglicher Ort der «DIY-Wellness» den öffentlichen Raum des Bäderquartiers.
Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zur der Sonderausstellung «Mittendrin im Vergnügen. Kursaal – Stadtsaal – Spielcasino» (29.8.2025.–5.7.2026) des Historischen Museums Baden und des Jubiläums «150 Jahre Kursaal» (Mai 2025 bis Mai 2026).
Wir laden euch herzlichst zur Vernissage der Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren» am Samstag um 16:00 Uhr im Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden ein! Ab 18:00 Uhr öffnet das Bad zum Raben 🙂 Kommt mit Badesachen und geniesst unser naturbelassenes Thermalwasser.
Diese Ausstellung beleuchtet die historischen Moden der Thermalnutzung: Vom gemeinschaftlichen Baden bis zu Trinkbrunnen, Wandelhallen und Inhalatorien. Sie zeigt auf, wie Thermalwasser nicht nur Heilmittel, sondern sozialer Kristallisationspunkt war – Ort der Bewegung, der Begegnung, des Austauschs.
An der Vernissage gibt es die Möglichkeit um 16:15 Uhr an einer geführten Tour der Ausstellung mit Carol Nater Cartier teilzunehmen. Es werden die Inhalte der Ausstellung vermittelt und die einzelnen Trinkbrunnen Stationen im Bäderquartier besucht.
Um 17:30 Uhr findet die Performance «20 Liter O» von Marius Alsleben statt: Ein Performer und 35 Plastikkanister suchen Gemeinsamkeiten und zeigen Gemeinschaften. Durch ein „O“ werden Kanister zu Kannisterwesen und zum siebenstimmigen Chor. Die Figuren – die sich immer an der Grenze zwischen Figur und Nutzobjekt bewegen – verteilen sich im Umraum und bilden neue Klangstrukturen. Die Kanister reagieren aufeinander, entwickeln Eigenleben, richten sich neu aus. Der Performer wird Teil des Systems, wird erhoben, übersteigert – bis die Konstruktion instabil wird. Wenn jetzt alles in sich zusammenfällt?! Was passiert mit den Menschen, wenn die Kanister verstummen und wieder zu Dingen werden?
Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert.
16:00 Uhr Begrüssung Finissage
16:30 Uhr Interventional Performance, im Bad mit den Workshopteilnehmerinnen
hum[and]sing bietet Raum, um sich mit der eigenen Stimme, dem Wasser als auch mit Anderen zu verbinden. Das spezielle Setting im Thermalbad ermöglicht eine tiefe Entspannung. Mit Atem- und Stimmübungen in, auf und unter Wasser bilden wir einen kurzzeitigen, experimentellen Chor. Durch Zuhören und Stimmimprovisation greifen wir auf die wunderbare menschliche Fähigkeit zurück, gemeinsam musikalische und rhythmische Strukturen zu erschaffen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich und wir singen ohne Noten. Der Wasser-Chor wird um 16:30 eine kurze öffentliche Präsentation geben, Teilnahme freiwillig.
Dauer: 13:30-16:00, Auftritt um 16:30 (freiwillig)
Rahel Kraft arbeitet als Künstlerin und Komponistin und ist ausgebildete Gesangspädagogin. Als international agierende Performerin hat Rahel Kraft langjährige Erfahrung in Stimmimprovisation, Sprech- und Stimmtechnik, Präsenztraining und eine Faszination für Stimmkläge aller Art.
Wir freuen uns euch zur Vernissage der Ausstellung «Liquid Agency» einzuladen! Samstag, 01. November 2025 um 17:00 Uhr im Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden.
17:00 Uhr Türöffnung Inhalatorium
18:00 Uhr Begrüssung durch Kuratorin, Künstlerinnen und Bagni Popolari
18:30 Uhr Öffnung Bad zum Raben mit Bademöglichkeit bis 22:00 Uhr!
19:30 ‘and we the streams’ – Soundwalk von Rahel Kraft (Vom Inhalatorium zum Bad zum Raben)
20:00 Uhr Video- Live DJ Hybrid Set Performance «Mothercell» im Bad von Anouk Sebald X @goodnighteliot
Bei einem kurzen Spaziergang werden die Klänge der Installation «and we the streams» vom Inhalatorium ins Bad getragen. Für einen Augenblick manifestiert sich eine bewegte Skulptur, eine kollektive Hör-Inhalation, in welcher dem Versickern und der Metamorphose von Regenwasser zu Thermalwasser nachgegangen wird.
«Mothercell» ist eine hybride Performance, die Videokunst, Live-Sound und DJ-Sets vereint. Das Projekt entstand in Kollaboration der Künstler*innen Anouk Sebald, Goodnight Eliot und Louise Martig, die nicht nur aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen stammen, sondern auch eine Familie sind. Es erforscht Themen wie Identität, Familie und den Lauf der Zeit.
Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert.
Liquid Agency: Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das ehemalige Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert. Wie beeinflusst Wasser die künstlerische Praxis? Wie verändert es Zeitlichkeit, Körperlichkeit, Ortsbezüge und Erinnerung? Was bedeutet es, mit Wasser zu denken, zu schaffen, zu kuratieren?
Rahel Kraft «and we the streams»: Wasser fliesst, versickert langsam und taucht anderswo wieder auf. Dieses stetige Versickern hat eine stille, aber tiefgreifende Wirkung: Das Wasser wird gefiltert, klar, mikrobiologisch rein und mit Mineralien angereichert – jenen Stoffen, die wir später zur Regeneration nutzen, etwa beim Inhalieren von Thermalwasser. Anstatt dieses über Jahrtausende zirkulierende Wasser physisch zu inhalieren, lädt Rahel Kraft in and we the streams dazu ein, in den ultra langsamen Prozess des Versickerns einzutauchen, in eine Art hypnotische Hör-Inhalation. Mit dem Fliessen und der konstanten Bewegung des Wassers zu atmen, Schritt für Schritt der eigenen Verwässerung nachzugehen, bis sich der Blick auf den realen Fluss öffnet.
Anouk Sebald «ViscousSource»: Das Video erzählt von einem Ursprung im Wasser. Figuren und Fische bewegen sich in lichtgefüllten Blasen, tauchen ein, lösen sich wieder auf. Eine verhüllte Gestalt erscheint, fast ikonisch, und erinnert an Geburt und Mütterlichkeit. Am Ende bleibt nur ein einzelner Lichtpunkt zurück, der im Dunkel vergeht. «ViscousSource» verweist auf die viskosen Flüssigkeiten des Körpers wie Vaginalsekrete, Sperma und Fruchtwasser und auf unsere Nähe zum Wasser selbst. Zwischen Körper und Tier, Sexualität und Tabu entfaltet sich ein Bild von Werden und Vergehen.
Vom 01.11.2025 – 11.01.2026, Samstag und Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr im Inhalatorium, Limmatpromenade 26, 5400 Baden
Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert.
Liquid Agency: Eine Ausstellung zur körperlichen, räumlichen und energetischen Wirkung von Thermalwassers. Das ehemalige Inhalatorium wird als atmosphärischer Erfahrungsraum mit Klang- und Videokunst der Künstlerinnen Rahel Kraft und Anouk Sebald aktiviert. Wie beeinflusst Wasser die künstlerische Praxis? Wie verändert es Zeitlichkeit, Körperlichkeit, Ortsbezüge und Erinnerung? Was bedeutet es, mit Wasser zu denken, zu schaffen, zu kuratieren?
Anouk Sebald «ViscousSource»: Das Video erzählt von einem Ursprung im Wasser. Figuren und Fische bewegen sich in lichtgefüllten Blasen, tauchen ein, lösen sich wieder auf. Eine verhüllte Gestalt erscheint, fast ikonisch, und erinnert an Geburt und Mütterlichkeit. Am Ende bleibt nur ein einzelner Lichtpunkt zurück, der im Dunkel vergeht. «ViscousSource» verweist auf die viskosen Flüssigkeiten des Körpers wie Vaginalsekrete, Sperma und Fruchtwasser und auf unsere Nähe zum Wasser selbst. Zwischen Körper und Tier, Sexualität und Tabu entfaltet sich ein Bild von Werden und Vergehen.
Rahel Kraft «and we the streams»: Wasser fliesst, versickert langsam und taucht anderswo wieder auf. Dieses stetige Versickern hat eine stille, aber tiefgreifende Wirkung: Das Wasser wird gefiltert, klar und mit Mineralien angereichert – jenen Stoffen, die wir später zur Regeneration nutzen, etwa beim Inhalieren von Thermalwasser. Anstatt dieses über Jahrtausende zirkulierende Wasser physisch zu inhalieren, lädt Rahel Kraft in and we the streams dazu ein, in den ultra langsamen Prozess des Versickerns einzutauchen. Sie lässt uns die grosse Zeitlichkeit einer Kur, in einer Art hypnotischer Hör-Inhalation mit verschiedenen auditiven Fliessbewegungen nachempfinden. Die Treppe ist eine atmende Skulptur, welche uns den Blick auf den realen Fluss öffnet.
Rahel Kraft «Rhythms Going Up and Down»: In Rhythms Going Up and Down lässt Rahel Kraft uns unter Wasser tauchen. Wind und Wasser führen die Kamera. Anstelle eines kontrollierten Blicks entsteht eine fliessende, zufällige Bewegung. Das Bild gleitet an Unterwasserpflanzen, aufgewühlten Sedimenten und flirrenden Lichtreflexen vorbei. Die Aufnahmen entstanden in vier flachen Moorseen im Süden Hokkaidos. In gelb-, braun- und grüngetönten Bildern zeigen sie eine schwer zugängliche, geheimnisvolle Welt. Das Wasser selbst wird zur Dramaturgin: Es bestimmt den Rhythmus und lenkt die Wahrnehmung. Es entsteht ein Gefühl des Getragenwerdens zwischen Ruhe und Unruhe, Sichtbarkeit und Auflösung, in ständiger Bewegung.