Anlaesse

26. 4. 2019 Lesung&Ton. Alles in Ordnung

Lesung&Ton ist eine Mischung aus Performance und szenische Lesung. Die Künstlerinnen lesen und vertonen zwei Stories und ein Manual im Spiel zwischen Nähe und Distanz, Existenz und Transformation. Grotesk und real, subtil und verwegen.

Es geht um ein Haus wie ein Labyrinth, in welchem sich ein Mädchen verläuft, um nach der Tante zu suchen. In den Räumen und auf den Gängen wimmelt es von Gestalten, Essen wird gekocht, Menschen kommen zusammen, ein Aquarium bricht, Welse schwimmen in den Speisesaal. – Dann geht es um das Verkommen eines Hotels, wo Schmauchpilze wüten und eigentlich schon lange keine Gäste mehr leben dürften. – Schließlich weisen die beiden Künstlerinnen das Publikum an «wie man sich selbst als Fisch zeichnet».

Mittels Wort und Gesang und analog wie digital erzeugtem Ton sowie einer gefilmten Sequenz erzählen die beiden Künstlerinnen in zwei Texten Fiktion und mit einer Anweisung fordern sie ein Gedankenexperiment. Ciarloni (Lesestimme und Dreh-Instrumente) und Kraft (Stimme und Tondichtung) kreieren Dissonanzen und synchrone Momente, um dem Zuhörer und der Zuhörerin einen dritten Raum zu schenken. Sein/ihr eigener Hör-Raum.

Sorgfältig und bei vollem Bewusstsein über das Komplexe beim Abschweifen wirken Rahel Kraft und Sibylle Ciarloni zusammen. Die Texte stammen aus dem Erzählband „Bernstein und Valencia“ von Sibylle Ciarloni.

–> http://sibylleciarloni.com/category/termine/

–> http://sibylleciarloni.com/2019/03/02/infobilderbiolesungton/

BAGNI ANDERSWO - BÄDER ENTDECKEN

BAGNI DI CRAVEGGIA

Die Bäder von Craveggia haben eine bewegte Geschichte, die unter anderem mit den Partisanen der italienischen Resistenz während des zweiten Weltkriegs verbunden ist. Aus der Thermalquelle fliesst 28 Grad warmes Wasser mit heilsamen Eigenschaften, die beispielsweise gegen Hautreizungen hilft. Das ehemalige Kurhaus wurde kürzlich im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts «Frontiera di acqua e di pace» restauriert. Jetzt kann man in eine der beiden neuen Granitwannen steigen und die heilende Kraft der Natur geniessen, wie die Adeligen, die im 19. Jahrhundert mit ihren Kutschen und von den Bergbauern des Valle Onsernone getragen zu diesem Zweck hierherkamen. Zwei grössere Wannen – die einte mit warmen Thermalwasser, die andere mit dem kalten Wasser aus dem nahen Fluss – bilden einen Kneippweg, der rundum Wohlbefinden schafft. Entspannung pur, weit entfernt vom hektischen Stadteben!

Der Eintritt ist frei. Die Benutzer werden gebeten, den Anstandsregeln zu befolgen. Die zwei neue Granitwannen sind von April bis November immer zugänglich. Die Zufahrtstrasse von Spruga ist im Winter nicht gepfadet.

(Quelle: ticino.ch)

BAGNI ANDERSWO - BÄDER ENTDECKEN

Mineralbad São Lourenço (Portugal)

Das Mineralbad São Lourenço liegt im Tal des Flusses Tua, einem Seitental des Douro, der in Porto ins Meer fliesst. Das Bäderdorf ist verlassen. Aber es gibt immer noch das Bad, das wie eine Kapelle gestaltet ist. Man geht als Gruppe rein, schliesst das Bad, steckt den Stöpsel rein und bleibt im Bad, bis das Bassin gefüllt ist. Die anderen warten draussen und hören, dass die nächsten bald dran sind, wenn das Wasser den Felsen hinunter rauscht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es eine touristenfreie Zone ist geht gegen Hundert. Leider braucht man ein Auto um dorthin zu gelangen. Unbedingt sehenswert die Kirche von Pombal, einem Dorf vor São Lourenço.
(Danke Meinrad)
BADENOTIZEN

BRUNNEN FÜR ALLE

Florian Hüttner und fünf internationale Künstler fordern in der Wandelhalle des Jodquellenhofs von Bad Tölz (Bayern) „Einen Brunnen für Alle!“ Hüttner und fünf Künstlerkollegen fordern nicht weniger, als eine vergessene Heilquelle im Kurpark der Jodquellen AG der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Sie wollen die Herderquelle privatwirtschaftlichen Interessen entziehen und sie vor einer etwaigen Überbauung mit Luxuswohnungen bewahren.

–> Artikel in Die Süddeutsche

BADENOTIZEN

POOL IS COOL: BRÜSSEL

Die Brüsseler Initiative setzt sich mit Aktionen wie Schwimmen in Brunnen für öffentliche Bademöglichkeiten unter freiem Himmel ein.

POOL IS COOL:
RE-INTRODUCING PUBLIC OPEN AIR SWIMMING IN BRUSSELS

Every major city in Europe has one or many public open air pools, the capital of Europe has none. POOL IS COOL takes up the challenge to change this, believing strongly in the contribution of outdoor swimming to the living quality of our city.

–> http://www.pooliscool.org/

 

 

BADENOTIZEN

BAD WEISSENBURG IM SIMMENTAL

Einst gehörte das Hintere Bad von Weissenburg im Simmental zu den bekanntesten Kur- und Heilbädern in der Schweiz. Bereits im Laufe des 18. Jahrhunderts errang das ehemalige lokale Wildbad einen weit über die Grenzen Berns reichenden Ruf. Kuraufenthalte von sechs bis acht Wochen Dauer und bis zu 30 oft mehrstündige Bäder waren üblich. Erhalten sind heute die Ruinen der Kur- und Hotelgebäude, die 2014 und 2015 konserviert wurden. In einem grossen Sanierungsprojekt haben der Verein Bad und Thermalquelle Weissenburg und der Archäologische Dienst des Kantons Bern das für die Region wichtige touristische Vorhaben umgesetzt. Mit finanzieller Unterstützung des Lotteriefonds des Kantons Bern, des Bundesamtes für Kultur, mehrerer öffentlicher Geldgeber der Region und zahlreicher privater Spender konnte das Projekt realisiert werden.

Beim Bahnhof Weissenburg betreibt der Verein zudem einen frei zugänglichen Thermalwasserbrunnen.

http://www.weissenburgbad.ch/